Auszeit 2013

Gorges du Verdon - Marseille und Umgebung

same procedure - Start in Strasbourg
mit dem TGV von Strasbourg nach Avignon
frei nach Steinbeck: als ich arg jung war und es mich drängte woanders zu sein, versicherten mir reifere Zeitgenossen, dass die Reife dieses Jucken heilen würde ... nachdem die Jahre mich haben reifen lassen, lautete die Abhilfe: warte bis Du mittleren Alters bist ... im mittleren Alter angekommen versicherte ich mir, dass das höhere Alter das Fieber eindämmen würde ... jetzt bin ich 52 - vielleicht wird sich Alzheimer meines Problems annehmen. Es hat alles nichts genützt. Immer noch bringen mich Landkarten / Bilder auf meinem "GEO"-Kalender von fremden Gegenden, Menschen, Ländern in Wallung ... einmal auf der Suche immer auf der Suche ...
Übernachtung in Hotel in dem man auch "Psycho" drehen hätte können
Mit dem Mietauto aus Avignon gen Süden ... durch platanengesäumte Alleen die Schatten spenden (könnten, wenn das Wetter nicht so bescheiden wäre ... es regnet ... wandern fällt aus ) ...
in St. Remy de Provence zweimal ums Zentrum fahren bevor ich das Rathaus finde ... ich möchte das Bild von van Gogh , das ich im Kopf mit herumtrage mit der Realität abgleichen ... leider kommt die Realität nicht ganz mit ...

vorbei an St. Paul , der Psychiatrie, in der van Gogh war und durch die Alpilles ... ich nenne es mal "Land der Steine" ... eine Felsen Landschaft durchbrochen von Bäumen, Sträuchern und Straßen bis nach Lesen Baux (un de Plus beaux villages de France -wenn man den Schildern Glauben schenken darf)

les Baux de Provence - von aussen

les Baux de Provence - im Mittelalter stehen geblieben ... trotz der vielen Geschäfte ... zum Glück ist es früh am Morgen und schlechtes Wetter und so bin ich einer der wenigen , die sich über die alten Steins Trassen schleppen bis auf das Felsplateau oberhalb des Dorfs ...

... grandioser Ausblick von der Burg auf die von Olivenbäumen und Weinbergen durchzogene Landschaft ... allein deshalb hat sich der Tag gelohnt ... hier könnte man auch leben (vielleicht zu Heiß im Sommer ?) ... das ist auch ohne Landschaftsgärtner perfekt geworden)

Taubenschlag in Stein gemeisselt
... noch einen Rundgang durch die Felsenruine und auf dem Rückweg in eine Ausstellung einer Künstlerin, die längere Zeit in Japan war ...asiatisches Gleichgewicht aus Steinen und Holz ...geformt von Wasser ... Natur pur nur durch Menschenhand wundersam angeordnet ... so dass man hinschauen muss ... sich das Gleichgewicht zu erklären versucht (frei nach meinem Opa :was Menschenhänd nit alles mache kinnen)

... weiter zur nahegelegenen "cathedrale des images " ... der ehemalige Steinbruch wirkt tatsächlich wie eine Kathedrale mit vielen riesigen Räumen auf die Bilder der hier aktiven Impressionisten und eine Lightshow "Träume " projiziert werden ... im wahrsten Sinne des Wortes "tres impressionant" ...

Light-Show in der "cathedrale des images"
"cathedrale des images"
"cathedrale des images"
... dann ins Hotel ... heute alles andre als Psycho-Hotel ... Zimmer und Restaurant teilweise in den Fels gehauen

... genug der Steine ... noch einen Absacker und dann lesen ... die Geschichte aus "Shakespeares Hühner" spielt in Avignon... und GuteNachtLieder


... ein wässriger Tag ...
1. Wasser auf der Einkaufsliste
2. es regnet den ganzen Tag
3. ich war an einer quelle
4. mein Zimmer für die Nacht hat "Blick auf den See"
... schlecht geschlafen wegen dem Geräusch der Heizungsanlage unter mir (trotz teurem Hotel mit schönen Blick auf die beleuchtete Burg von Les Baux auf dem Felsen oberhalb ) ... dann zur Quelle der Vaucluse ... ich bin zwar nicht so romantisch veranlagt aber der Ort hat etwas absolut magisches .. ein Weg führt an Wasserkaskaden vorbei und endet abrupt am Fuß einer gigantischen Felswand ... am Fuß derselben quillt aus dem verborgenen eine immense Wassermasse unaufhörlich empor und speist einen kleinen türkisfarbenen See , der sich sogleich in einen reißenden Wildbach ergießt ...

ich habe noch nie eine flussquelle gesehen und so ist das umso beeindruckender ... ich bin allein - außer dem Echo der Vögel, die in der Felswand nisten - stille ..wie gesagt der Ort hat etwas mystisch, magisches ... Würde sich gut für ein Ritual eignen ... das Highlight des Tages.

... auf dem Rückweg ... staunen, dass sich aus der Quelle in so kurzer Zeit ein breiter Fluss bildet ...ich dachte immer, dass würde nur ganz allmählich von statten gehen ...

... weiter nach GORDES ... wieder eines der schönsten Dörfer suche verzweifelt das Chateau ... finde es und bin etwas vor den Kopf gestoßen ,da es irgendwie anders aussieht als auf dem Bild in meinem Kopf ... wundere mich über all die die mauern um die Häuser ... rustikal aus Stein, aber irgendwie zu akkurat, bis mir dämmert -nachdem ich fast an jedem Eingang eine Videoüberwachungsanlage entdecke - dass das hier ein exquisites Pflaster für gut situierte sein muss ... irgendwann merke ich dann, dass ich falschen Ort bin ... GORDES selbst (wieder eines der schönsten Dörfer - zumindest laut Schild am Eingang ) kann man, heute zumindest , "knicken" da man im Nebel nichts erkennen kann

so sollte Roussillon aussehen
... in Roussillon 10 km weiter, wo ich mir die Ockersteinbrüche anschauen wollte, wieder "quel bordel " eine Enttäuschung ... die Steinbrüche haben wegen des starken Regens, geschlossen ... zuviel Regen, sicherheitsbedenken ... so bleibt nur die Erinnerung an die ockerfarbenen Häuser und die ockerfarben Regenpfützen (und gemäß TRIO: die Autobahn und meine Hand an der Knüppelschaltung...)

Eingang von Apt
Glockenturm Apt
... in APT eine ‚Pizza to go‘ und einen Kaffee ... über den Markt und durch die engen Gassen und unter Türmen durch. .. warum sind die Leute alle so freundlich zu mir? vielleicht haben sie Mitleid mit dem Touri mit Sonnen-Schlapphut (danke Siggi - ist auch für Regen geeignet!) der durch den Regen schlappt. ... dann eine lange Fahrt (zumindest für mich) 80km oder so ... ich muss aufpassen, dass ich nicht einschlafe ... denke an die Beerdigung vom "Ecke Erich " ... hoffe du hattest nicht so viel Stress Wille ...dann Ankunft am Lac Sainte Croix
schöne Treppe in Apt
das Dorf Moustier - dicht an der Wand / kurz vor der Gorges de Verdon
nach endlosen Serpentinen endlich im Hotel , dass eher den Eindruck einer Jugendherberge macht aber schoen am See gelegen und mit super WLAN ... da kommt manches **** nicht mit ... so sitze ich in der Bar gegenüber ... Pastis und Bier ... schreibe das auf und ganz am Schluss KEITH JARETT auf dem Hotel Balkon mit Sonnenuntergang ... und man kann sich ganz sich selbst hingeben ....wann kann man das schon ohne schlechtes Gewissen ...
... Kontrastprogramm zur Quelle heute Morgen … das Wasser hellgrün ... Kalkstein ... ein schönes Bild, wie der VERDON die Enge der Schlucht abschüttelt und sich genüsslich im See breit zu machen scheint ..

der Lac Sainte Croix unterhalb meines Hotels
Mündung des Verdon (graue Brühe) in den See
Wetterbericht sagt erst für heute Nachmittag Regen voraus.
der Mann an der Rezeption wünscht mir "good luck " und rät mir aufzupassen wegen der glitschigen Steine in der Schlucht. Dank Smartphone-Navi den Weg zur Sackgasse, an deren Ende sich der Einstieg befindet, gefunden...und abwärts geht’s in den Schlund ... nach 500m bemerkt, dass ich Hut vergessen habe ...egal... die Zeit drängt bevor der Regen kommt

ein feuchter Ort ... Bäume voller Moos
...nach 1 h unten angekommen … großes Naturspektakel ...wer die Gorges schon von oben gesehen hat weiß was ich meine ...von unten auch nicht schlecht ...über einen Steg geht es auf die andere Seite zum "sentier imbut" ... ziemlich "schwingende Angelegenheit ...Wasser steht sehr hoch ...

der Weg ist gewöhnungsbedürftig
und gefährlich

... am Ufer entlang geht es über Stock und Stein 1.5 h vorbei an Höhlen, schmalen Durchgängen an denen man sich an Stahlseilen festhalten muss


...abrupt endet der Weg ... vielleicht verhindert auch der hohe Wasserstand das Weitergehen ... ich bin mittlerweile ziemlich platt und dank des Regens der eingesetzt hat auch nass

zurück ... das Wasser ist richtig hoch - im Sommer steht es einige Meter tiefer ... der Weg ist kaum zu erkennen ...
... gut dass es nicht mehr weiter geht ... auf dem Rückweg ausgerutscht, rechter Haxen hat was abgekriegt ... der Rezeptionist hatte Recht ... noch 2.5h zurück ...bis zum Steg läuft es dann doch recht gut ... aber dann der Aufstieg ... 1h steil bergauf ... mittlerweile hat auch der lang ersehnte Regen eingesetzt ... Regen läuft mittlerweile zwischen den Arschbacken runter und mit Ach und Krach schaffe ich es ans Auto ... Motor und Heizung an, raus aus den nassen Klamotten und rein in die frischen Sachen ... göttlich ... 3 Müsliriegel einen halben Liter Wasser

bizarr geformte Baumstümpfe am Wegrand
... der letzte Tag mit dem Auto ... ich wechsle die schönsten Dörfer Frankreichs schneller als die Unterhosen ... das erste auf dem Weg ist GRIMAUD, liegt auf einem kleinen Berg kurz vor St. Tropez und hat alles was ein schönstes Dorf halt so braucht ... schmale Gassen ohne Autos, überall Blumen und Rankpflanzen, Katzen, die in der Sonne auf den Fensterbänken dösen (ja ... sie scheint für 2 h!)

Grimaud ... die malerischste Polizeistation, die ich bisher gesehen habe (hat heute scheinbar geschlossen - was soll schon an einem Tag wie heute passieren -

Grimaud
Dorfbrunnen mit Riesen-Schwengel
... weiter nach St. Tropez ... überlaufen von Touristen wie mir und dazwischen die schönen Reichen und ganz schön Reichen ...

... auch schön : neben der protzigen Millionen-Jacht "flying dagger" ein 1-mann-boot "Idefix"

Strand von St. Tropez ist bescheiden
... im Zickzack wieder den Berg hoch und noch zwei schöne Dörfer GASSIN und RAMATUELLE ... jetzt ist dann auch mal gut mit schön

... in TOULON kann ich endlich mein Auto abgeben ... danke dir an dieser Stelle ) ... endlich wieder ein wenig freier ... ohne parkplatz-suche und Navi ... mit dem Zug nach La CIOTAT und vom Bahnhof 1h bis zum Hotel ... umgewöhnen ohne Auto geht‘s halt langsamer ... mangels Fußgängerweg auch auf der Mauer neben der Straße (s. Bild)

La Ciotat
... Pastis im Regen ...
Kermesse = Kirmes?
Route für heute
... bis heute Morgen konnte ich mit dem Begriff "400 Höhenmeter" nichts so recht anfangen (Elke ,Connie, Herwig und Harald wahrscheinlich eher) ... jetzt kann ich auch mitreden




Cassis ist schon in Sicht
Cassis kommt näher

... am Ende die Belohnung ... CASSIS ist wirklich schön ...anschaulich ... vielseitig... sauber ...fast zu sauber ... Hotel ist ok ... Duschen, Zecke entfernen, noch ein bisschen Bummeln ... Essen. ...das Übliche - Fischsuppe usw. ... dann im Dunkeln noch eine Runde am Meer entlang ... alle aufschreiben und pennen

Beobachtung vom Fenster des Restaurants in CASSIS aus mit Blick auf die aushängende Speisenkarte (trifft auf 80%der vorbeigehenden paare zu, die die Speisenkarte des - etwas besseren - Restaurants studieren) ... man kann die Unterhaltung nicht hören aber die Blicke interpretieren.


heute abend feiert die Clique "Hexenacht" .. ich feiere für mich alleine ...
Restaurant etwas abseits der Flaniermeile ein Volltreffer ... Mutti scheint in der Küche zu helfen und serviert in Tiger-Hosen (sie hat was von dieser "Cindy aus Marzahn" aber sehr herzlich) die Fischsuppe (viel Safran-Aioli/Käse /Croutons ), den Fisch und den Flan ... ein deutscher schwadroniert über die französische Küche um seiner Freundin zu imponieren (hat aber nicht den Anstand am Eingang zu warten bis er einen Tisch zugewiesen bekommt ) ... ein Pärchen schweigt vor sich hin ... Augen nach links oben bedeutet nach NLP "visuelle Erinnerungen aus der Vergangenheit abrufen (so schön ,schön war die Zeit ... von wem ist eigentlich dieser Gassenhauer?) ... gut genährt schleppe ich mich ins Hotel ... nach dem Pastis und 2/4 Rosé bin ich im wahrsten Sinne "schlaftrunken"...

Abendstimmung am Hafen Cassis
Geplanter Bus verkehrt heute nicht...mit dem Zug nach Marseille
1. Mai ... Kundgebung ...
interessant : neben dem Triumphbogen (Erfolge in der Eroberung fremder Länder) tanzen Zuwanderer aus dem Maghreb ...

das 1.Hotel sieht zu geschleckt aus ... die Gegend nicht sehr interessant ... das 2. entspricht meinem Geschmack ... mitten im Getümmel... afrikanisches Viertel ... Merguez - Couscous - Kebap - indische Saris neben senegalesischen Spezialitaeten - tropische Früchte neben algerischem Essen - keine alkoholischen Getränke (weniger gut) ... also entscheide ich mich für algerische Merguez/Pommes mit Coke 0 (3Euro . die Leute scheinen hier nicht viel u verdienen .. ) ... Kinder spielen zwischen den Tischen Fußball ... Kleiderordnung gibt es nicht ... Burka , Kaftan, Trainingshosen, alles außer kurzen Hosen (trägt in Afrika kein Mann , habe ich gelernt - nur Kinder)...

weiter an den alten Hafen ... viel los ... Kulturhauptstadt Europas lässt grüßen ... ein Riesenspiegel über der Hafenpromenade (s. Bild) lässt einem den Rummel von oben betrachten ... ändre die Perspektive dann und wann!... viele kulturelle Stationen ... am interessantesten eine Ausstellung über Straßen-Kunst ... das Thema ist mir jetzt viel näher / habe viele Anregungen bekommen ....


Pavillion - Marseille ist europäische Kulturhauptstadt 2013
... gegen Abend am MUCEM (Museum der Kunst um das Mittelmeer) toller Bau, leider noch nicht zugänglich ... wusste ich ja... gelungen : der Gehweg vom alten fort zum modernen Museum (s. Bild)

Hafeneinfahrt vom Fort aus gesehen
... zurück zum Hotel ... duschen und Sonnencreme wegwaschen ... Couscous um die Ecke und dann zur Metro ...
Richtung Jugend-Musikzentrum (man ist nur so alt wie man sich fühlt ) ... leider am 1. Mai keine Metro (blöde, dass die Arbeiterschaft am freien Tag laufen muss) ... also 2,5km durch schummerige Straßen ... zum Abschluss als Belohnung Hiphop vom feinsten ... bis ein extatisches Girl dem Nachbarn sein Bier in die Luft boxt ... bekomme natürlich auch meinen Teil ab ... mit Bierfahne auf den Heimweg ...

zum Absacken "Kraftklub - die ganze CD - Kraftklub mit K" .."ich will nicht nach Berlin u.v.m."
öffentliche Verkehrsmittel sind ein Segen ...

der Spruch an der Bäckerei: "vergessen sie ihr Brot nicht " erinnert mich an den Spruch am Ausgang einer Tropfsteinhöhle an der Ardeche "n'oubliez pas votre guide" ... etwas unglücklich ins Deutsche übersetzt "vergessen sie ihren Führer" nicht (er hat trotzdem Trinkgeld gekriegt) ...

... wie jeden Tag Markt in den engen Gassen ... Kochtöpfe so groß , dass man Kinder darin baden könnte ... Fahrt an den Strand ... zurück mit dem Boot vorbei an der Insel auf der der Graf von Monte Christo gefangen gehalten wurde (zumindest literarisch) ...

Boote von der Stange
weiter ins Viertel der Kunstakademie mit den "Talking Heads" als Begleitmusik ... ist alles so schön bunt hier ... abends mit der Tram ans SILO ... hier tritt ein frz. Comedian auf ... nichts für mich ... Musik hören als Alternative: Esbjoern Svenson Trio – Dolores in a shoestand ... die Müllabfuhr ist aktiv ... Ratte huscht neben mir in den Gully. ... Smartphone sagt, dass ich die SD-Karte formatieren muss ... das Ende ist nah...

.. Die Kathedrale hat mit ihren rot-weißen Steinen innen, hat etwas von der von Siena und der Mezquita in Cordoba (kommt aber mit beiden nicht mit). es riecht nach Weihrauch (habe gelesen, das für die Menschen im Mittelalter nicht nur die Bombast und Pracht des Bauwerks sondern auch der Geruch etwas außergewöhnliches war - ich will mir den Gestank in den engen Gassen ohne Kanalisation/Müllabfuhr gar nicht vorstellen ... heute geht man halt ins Einkaufszentrum den schnöden Mammut anbeten ... Douglas-Parfümerie inklusive ..)

Musée Regards de Provence
die Gedanken der jungen Frau auf dem Bild beschäftigen einem lange ...
die schwarze Madonna - Beschützerin von Marseille
Mickey ... mortale

In der Altstadt
nur noch ein letzter Kunst-Schnipsel vom heutigen Tag: "um die Welt zu verändern, reicht es die 26 Buchstaben auf eine gewisse Art anzuordnen und diese Emil zum Drucken zu geben" ... "pour changer le monde, il suffit d'agencer ces 26 lettres d'une certaine facon et de les donner a Emile pour les imprimir"

Blick vom Zimmer
... Am Morgen mit dem Bus zur Kathedrale 'Notre-Dame de la Garde' hoch – der beste Blick über die Stadt und die Umgebung … ein gelungenes Bauwerk für meinen Geschmack „schlank“ und elegant, einer Dame würdig, innen die Wände voller Danksagungen für das Überleben von Flugzeugabstürzen, Autounfällen, Krankheiten, alles was das Leben halt so mitbringt ...


danke für das Überleben beim Flugzeugabsturz ...
Mittags ins J1 – ehemaliger Hangar im Hafen, zur Kunsthalle ausgebaut … die temporäre Ausstellung ist sehr gut, wenig aber sehr exquisite Exponate … Thema: Imaginäre Reise Odysseus durch die letzten Jahrhundert/-tausende durch die jeweiligen Epochen und Länder rund ums Mittelmeer … auch gut der Sprung aus dem jeweiligen Land in die Gegenwart: Video-Interviews mit Menschen aus den Mittelmeer-Ländern, Ihren aktuellen Nöten, Sorgen, Wünsche und Träume …

so schön war die Zeit ... können wir heute auch noch so zufrieden lachen?
chez Momo ... gab es auch in Lyon - mit prima couscous
let the sun shine - auf die Hühneraugen
2. Stock .- 2. Zimmer von links - home für 2 Nächte
Austern am Morgen - Mittags war alles verkauft
altes Viertel - Panier
vive l'Allemagne
Longchamps
auf dem Weg zum Hotel nochmals durch das Viertel der Kunststudenten und Graffitis abfotografieren … Rucksack abholen und an den Bahnhof … Wanderschuhe und dicke Socken gegen Slipper tauschen und in den Zug …

Auf dem Bahnhof kann man Klavier spielen ... es geht zurück nach Hause ...
kurz nach der Abfahrt fällt das lesbische Pärchen neben mir heftig übereinander her … french kisses - vive la mariage pour tous! … an der nächsten Station steigt ein junger Mann mit Rasta-Locken und zwei Hunden ein … die Hunde müssen unter dem Sitz verschwinden … bei der nächsten Fahrkartenkontrolle großes Theater, keine Fahrkarte, er möchte aber trotzdem bis nach Strasbourg mitfahren – aber „pas de pardon“ - also Rausschmiss beim nächsten Halt … ein Klein-Kind schafft es seit fast 3 Stunden ununterbrochen „Maman“ zu rufen – ich klinke die Ohrhöhrer ein und tauche ab mit Don mac Lean's "Vincent" (van Gogh) … Siggi holt mich ab und wir fahren durch den prasselnden Regen und die kühle Nacht nach Hause … ankommen ist irgendwie anders ... the blues has got me ...

was ich mag an Südfrankreich als Reisender … die hellen Steine überwuchert von zähen Pflanzen die intensiv riechen ... die Sonne die gleich wärmt und den Schatten der gleich kühlt aber nicht frieren lässt ... den Knoblauch im Essen der lange nachschmeckt ... die Direktheit der Menschen ... die Unkompliziertheit ... die entschleunigte Zeit ... das Gefühl hier mit Freunden sein zu wollen und Ihnen dass alles zeigen zu können ..